Knapp vierhundert Bogensportler waren am Wochenende vom Deutschen Bogensport-Verband 1959 e.V. in die Fasanerie Eichenzell geladen, um auf zwei Parcours ihre Deutschen Meister zu ermitteln. Diese Variante des Bogensports ist der klassischen Bogenjagd nachempfunden, indem in einem quer durch Feld und Wald markierten Parcours, unterschiedliche Tiere (in Lebensgröße aus Kunststoff) wie in freier Wildbahn in unterschiedlichen Entfernungen positioniert werden. Eine Sportart, die sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit erfreut.
Das insgesamt ca. 80 ha große Schlossgelände bot den Sportlern neben „adeligem Flair“ rund um das Schloss und dessen Schlossgarten, in einem komplett eingefriedeten Wald, allerdings auch anspruchsvoll lange Wegstrecken.
Die Hahnheimer Christoph Kissinger und Karl Jungblut (beide mit dem Reiterbogen) hatten sich bei der Landesmeisterschaft in RLP qualifiziert und reisten bei idealem Wetter voller Zuversichtlich an.
Ein Reiz dieser Bogendisziplin ist der Modus, wonach jeder Sportler am ersten Tag für jedes Ziel bis zu drei Pfeile nutzen darf (der erste Treffer zählt). Am zweiten Tag – auf einem anderen Parcours – ist jedoch nur noch ein Pfeil pro Ziel erlaubt. Dadurch fallen die Entscheidungen meist erst am zweiten Wettkampftag. So auch für die beiden Hahnheimer, die sich am Ende auf Platz fünf und sechs eintragen konnten.
Letztendlich erlebten die beiden wieder ein sportlich hochwertiges und professionell durchgeführtes Sportevent im Kreis vieler gleichgesinnter Sportler.